• janice.allermann

Wenn ich in den Spiegel gucke…


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… sah ich mich lange kritisch an – ich richtete harte Worte gegen mich selbst – empfand teilweise sogar Abneigung. „Nicht hübsch genug“ – „nicht erfolgreich genug“ – „nicht gut genug“.


Warum so urteilend mir selbst gegenüber? Woher kam das? Und, viel wichtiger, geht es auch anders?


Ja, es geht anders. Wie mir das gelungen ist?


Eine Erinnerung: Meditation in Kampot, Kambodscha. Grade eben habe ich noch Yoga unterrichtet, jetzt sitzen wir mit 9 Menschen in einem Kreis. Die Meditationslehrerin Heaven kündigt die heutige Meditation an „I will ask you today to meditate on what you want the most – to ask for more of this in your life – and add it to the sentence “I want more…” – repeat this sentence over and over again – plant the seed for this quality to prosper in your life”.

Ohne lange zu überlegen entschied ich mich für „Selbstliebe“. Nach mehreren Minuten der Meditation wollte sich das Gefühl bei mir nicht so richtig einstellen. Ich stellte mir vor, wie ich mich im Spiegel angucke – wie sonst auch guckte ich eher wertend – ein Gefühl der Abneigung stellte sich ein, statt der erhofften Selbstliebe. Ich guckte mich weiter an. „I want more self-love“ war auf Anweisung von Heaven zu „I am self-love“ geworden. Immer noch: Abneigung.


Und dann geschah es. Nur für einen kurzen Moment: Ich sah mich durch die Augen meiner Mutter. Und da war nur Liebe. Bedingungslose Liebe.


Tränen fingen an mir über die Wange zu laufen, und mein bis dahin noch völlig eingeschlafenes rechts Bein, war nicht mehr eingeschlafen. Ich saß völlig entspannt und leicht.

Was für ein „Aha-Moment“.



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Dieses Erlebnis, rufe ich mir in Erinnerung, wenn ich mich dabei ertappe, dass ich mich durch eine kritische abwertende Brille anschaue. Und sofort wird meine innere Einstellung mir selbst gegenüber wieder sanfter und liebevoller.


Durch welche Brille guckst du?


Mach dieses Experiment für dich selbst: Wessen Augen sehen dich mit bedingungsloser Liebe? Deine eigenen? Die deiner Mutter? Deines Vaters? Schwester? Bruder? Partner? Ein guter Freund? Und wenn du das Gefühl hast, in deinem engeren Kreis gibt es niemanden, der dich bedingungslos liebt, wie wäre es dann mit dem Dalai Lama?




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